Seit 1983 betreiben wir neben der Landwirtschaft ein Jugendgästehaus als Familienbetrieb.
In den letzten 10 Jahren sind Bauernhofgastronomie, ein Grill- und Erlebnis-/Zeltplatz, und Planwagenfahrten dazugekommen. Neben den Mutterkühen mit Kälbern und Mastbullen leben auf dem Hof Pferde, Esel, Ziegen, Damwild, Wildschweine, Gänse, Enten und Kaninchen.

Mit dem Projekt Lernort Bauernhof möchten wir Schülern und unseren Gästen ermöglichen, das Leben auf unserem  landwirtschaftlichen Betrieb kennen zu lernen. Sie können den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und der Natur und die Herstellung von Lebensmitteln erlernen.

Seit 2014 sind wir auch anerkannte Einsatzstelle des freiwilligen ökologischen Jahres in Rheinland-Pfalz.

Im FÖJ bekommt man einen Einblick in alle Bereiche des Hofes. Dabei spielt die Betreuung von Schulklassen, Jugendgruppen oder auch Kindergeburtstage von der Anreise bis zur Abreise eine große Rolle. Dazu gehört auch die Unterstützung und die Durchführung von Projekten zum Thema Lernort Bauernhof. Hier am Hof können Gruppen an drei verschiedenen Projekten teilnehmen:
Stall und Wiese (z.B. Mutterkuhhaltung, Vom Kalb zur Kuh, Tiere des Hofes, Was gibt uns die Kuh?),
Garten (z.B. Säen, Pflanzen, Ernten im Hofgarten im Jahresverlauf, Obstbäumen und Beerensträucher)
oder Küche (Kochen und Backen der Produkte aus Garten und vom Feld für die ganze Gruppe mit den Schülern).

Desweiteren stehen die Versorgung und das Füttern unserer Tiere, sowie Stallarbeiten an erster Stelle.
Aber auch landwirtschaftliches Geschick ist gefragt: hierzu gehört die Hilfe beim Zaunbau oder auch bei der Heu- und Silageherstellung.

Einen Einblick in alle Aufgabenbereiche erreichst du auch in einem Praktikum.

Bring Spaß und Freude an der Arbeit mit Kindern und in der Natur mit.
Wir freuen uns, wenn du uns in unserem Familienbetrieb unterstützt und nach einer Einarbeitungszeit Aufgabenbereiche selbstständig übernimmst und neue Ideen einbringst.

Nähere Informationen zu dem FÖJ auf unserem Hof findest du Hier

Erfahrungsberichte

Im Sommer:
Nach der Schulzeit wollte ich erstmal praktisch arbeiten und habe mich so für das FÖJ auf dem Hof Hagdorn beworben. Am 1. August war dann mein erster Arbeitstag. Mein Tagesablauf war von Anfang an sehr abwechslungsreich. Schnell habe ich gemerkt, dass man bei der Arbeit auf einem Bauernhof sehr viel flexibler sein muss, als in der Schulzeit vorher. Feste Arbeitszeiten gibt es nicht und auch muss man Überstunden erstmal in Kauf nehmen. Natürlich wird das im Winter dann wieder ausgeglichen.
Die Arbeit beginnt morgens und hört abends auch wieder mit dem Füttern der Tiere auf. Dazu gehören das Füttern der Tiere im Tierpark, das Füttern der Kaninchen und Pferde und auch das Einstreuen der Boxen mit den Bullen und Pferden.
Dann geht es heute weiter mit der Arbeit auf dem Feld: ein Maisfeld muss abgegangen und eingezäunt werden. Das mache ich natürlich nicht alleine, sondern alle helfen auf ihre Art und Weise mit. Einige sind für den Transport des benötigten Materials zuständig, andere für das richtige Einzäunen des Feldes und das die Technik funktioniert.
Nachdem das erledigt ist, geht es wieder zurück auf den Hof: es steht ein Ausritt an, den ich führen soll. Dabei ist jeder Teilnehmer für sein Pony verantwortlich. Erst muss es von der Wieder geholt werden, dann geputzt und gesattelt werden. Dann geht es los ins Gelände ausreiten.
Von dem Ausritt zurückgekommen und nach der Mittagspause heißt es, auf eine neue Jugendgruppe warten und diese begrüßen. Nach der Hofführung geht dann auch direkt das Programm zum Thema Lernort Bauernhof los. Diesmal bin ich bei der Gruppe „Stall und Wiese. Vieles erzähle ich schon selber, aber natürlich bin ich nicht ganz alleine. Ein Mitarbeiter ist schon immer dabei.
Da die Gruppe Vollpension gebucht hat, helfe ich abends noch mit, das Essen für die Gruppe zu kochen. Nachdem die Gruppe versorgt ist und über alles Bescheid weiß, muss als letztes noch einmal nach den Tieren geguckt werden.
Danach geht es am nächsten Tag weiter.

Im Winter:
Ich bin im Winter dazu gekommen, um mein FÖJ hier fortzusetzten. Selbst im Winter ist der Tagesablauf sehr abwechslungsreich. Morgens muss der Wildtierpark gefüttert werden, mit acht Damwild, zwei Gänsen, ein paar Enten und zehn Ziegen, doch vor kurzem wurden wir um vier weitere Ziegenlämmer bereichert, auf die wir besonders einen Blick werfen müssen. Doch auch die sieben Wildschweine müssen versorgt werden, am liebsten essen sie die alten Brötchen vom Vortag. Weiter geht dann mit dem Füttern der sieben Ponys und drei Eseln, welche auch mal ausgeführt und eingestreut werden müssen. Auch das Saubermachen und Füttern der zwölf Kaninchen gehört zum Morgenprogramm. 
Mittags helfen wir öfter mal im Bauernhofcafé, beispielsweise schneiden wir Äpfel für den Apfelstrudel, backen Waffeln für die Gäste oder helfen dem Koch in der Küche. Wenn das Café geschlossen ist, gehen wir ins Gästehaus streichen oder machen auch mal besondere Arbeiten, wie den Weidezaun abbauen oder den Zaun kontrollieren, ob die Tiere auch sicher auf der Weide stehen und nicht abhauen können. Meist geht der Tag dann so schnell rum, dass der Tierpark, die Pferde und die Kaninchen auf ihr Abendessen warten. Dann heißt es auf den nächsten Tag warten, an dem wir hoffentlich noch mehr über den Hof die Tiere und die Landwirtschaft erfahren dürfen.
FöJ / Praktikum
(c) Hof Hagdorn 2015 Impressum